Brügge: Totengräber fotografierte Leichenteile

In Brügge wurde ein Totengräber festgenommen, weil er Leichenteile fotografiert haben soll. Das meldet die Zeitung Het Nieuwsblad. Der Mann war als Totengräber im Dienst und hob Gräber aus, deren Nutzungsrecht abgelaufen war.

Die Fotos der menschlichen Überreste auf dem Handy des 30-jährigen Mannes sind ein Zufallsfund.

Der Mann war vorgeladen worden, weil er auf Kamerabildern nach den jüngsten Fußballkrawallen in Brügge erkannt worden war. Bei seiner Überprüfung wurden auch die Bilddateien auf seinem Handy gesichtet. 

Als Totengräber war der Mann damit beauftragt, Gräber auszuheben, deren Nutzungsrecht abgelaufen war. Bei dieser Gelegenheit fotografierte er die Leichenteile. 

Wie die Tageszeitung schreibt, hat der Mann die Tat gestanden. Die Fotos soll er an Kollegen und an einen Freund gesendet haben. Er gab ebenfalls zu, einen Goldzahn und einen Ring gestohlen zu haben. In einen Schädel hatte er ein Hakenkreuz geritzt. Dies sei ein Spiel und keine Handlung aus ideologischerÜberzeugung gewesen, erklärte sich der Verdächtige gegenüber den Ermittlern.

Für Leichenschändung droht dem Mann eine Gefängnisstrafe von einem Jahr.