Diplomatische Tage: 4 neue belgische Botschaften in Afrika

Belgien wird im nächsten Jahr vier seiner "diplomatischen Büros" zu vollwertigen Botschaften machen. Es handelt sich um die Einrichtungen in Mali, im Benin, in der Republik Niger und in Guinea, die sich allesamt in Afrika befinden. Diese Information hat der belgische Außenminister Didier Reynders an diesem Montag bekannt gegeben.

Reynders verteidigt damit eine globale Annäherung. "Es ist diese globale Annäherung, die wir zum Beispiel in der Sahelzone verfolgen und mit der wir uns militärisch, bei der Kooperation und diplomatisch stark engagieren. Vor diesem Hintergrund hat Belgien entschieden, die diplomatischen Büros in Bamako, Cotonou, Niamey und Conakry, 2018 zu vollwertigen Botschaften zu machen."

"Die vier Länder, in denen sich die diplomatischen Büros befinden, sind Kooperationspartner. Wir würden gerne den bilateralen Austausch mit diesen Ländern und die Synergien zwischen der Kooperation und der Politik dort verstärken", so Reynders vor den versammelten Botschaftern, Konsuln und den Ständigen Vertretern bei den internationalen Organisationen im Egmont-Palast. An diesem Ort in Brüssel finden derzeit die diplomatischen Tage statt. 

Die vier Länder, Mali, Benin, Niger und Guinea, stehen auf der Liste der 14 Partnerländer belgischer Kooperationen. Belgien hatte bislang noch keine Botschaften in diesen Ländern. "Doch der globale Ansatz, in der Diplomatie, Verteidigung und Kooperation in der Entwicklung (auch 3D genannt) miteinander verbunden und vereinzelt auch Justiz und andere Abteilungen einbezogen werden, geht noch weiter", betonte Reynders.

"Wenn wir beispielsweise erfolgreich gegen den Terrorismus kämpfen wollen, müssen wir in der Lage sein, präventive und repressive Maßnahmen zu nehmen, aber auch die Transparenz erhöhen und gegen die Radikalisierung kämpfen. Aus diesem Grund haben wir u.a. den Austausch mit den Golfstaaten verstärkt. So kann zum Beispiel die Transparenz der Finanzierung religiöser Organisationen erhöht werden."