Terrorismus: Abdeslam-Prozess auf 5. Februar vertagt

Der Prozess gegen den Terrorverdächtigen Salah Abdeslam und einen Mitangeklagten ist auf den 5. Februar vertagt worden. Das hat das Gericht in Brüssel entschieden. Der Anwalt von Abdeslam, Sven Mary, hatte um den Aufschub gebeten, weil er die Aktenlage genauer untersuchen möchte. Er ist erst seit letzter Woche erneut der Anwalt von Abdeslam. Maryse Alié, die Anwältin mehrerer Polizisten, die bei dem Schusswechsel verletzt wurden, hofft, dass Abdeslam im Prozess aussagen wird.

Normalerweise wäre an diesem Montag Prozessauftakt gewesen. Die Angeklagten müssen sich wegen der Schießerei im März vergangenen Jahres in der Brüsseler Gemeinde Vorst vor Gericht verantworten. Abdeslam hatte sich nach den Pariser Attentaten in Vorst versteckt.

Noch vor wenigen Tagen hatte Abdeslam keinen Anwalt. Letztlich entschied der Strafverteidiger Sven Mary, Abdeslam erneut zu verteidigen. Doch er bat auch um einen Aufschub, um die Aktenlage genauer studieren zu können. Alle Parteien erklärten sich damit einverstanden und der Prozess wurde vertagt. An diesem Montag wurde ein neues Datum festgelegt.

Der Vorsitzende Richter am Brüsseler Gericht hat inzwischen bestätigt, dass Salah Abdeslam bei dem Prozess im Februar anwesend sein wird. Für die Dauer seines Prozesses wird er in ein Gefängnis nahe der französch-belgischen Grenze verlegt. Bislang sind vier Verhandlungstage vorgesehen.