Zum Tode verurteilter VUB-Professor gesteht?

Das iranische Staatsfernsehen hat Aufnahmen von dem zum Tode verurteilten Mitarbeiter der Freien Universität von Brüssel (VUB), Ahmed Reza Djalali, gesendet. Das meldet die Presseagentur AP.

In der Reportage soll Jalali gestehen, dass er Informationen über im Jahr 2010 ermordete Atomwissenschaftler an einen ausländischen Geheimdienst weitergegeben habe.

Nach Angaben des Anwalts der Ehefrau von Djalali soll der Mann zum Zeitpunkt der Fernsehaufnahmen jedoch unter schwerem psychischem Druck gestanden haben.

"Dieses Geständnis wurde unter mentaler Folter gemacht. Die ersten drei Monate war er in Isolierhaft und ihm wurde konstant mit dem Tod gedroht sowie mit der Ermordung seiner Kinder. Man hat ihm versprochen, ihn freizulassen, wenn er dieses Geständnis - Wort für Wort - ablegt", so der Anwalt Zouhaier Chihaoui.

Eine diplomatische Offensive soll Djalali helfen, doch noch eine Begnadigung oder zumindest eine Ausweisung zu erwirken.