Unternehmer: online bewusst belgisch kaufen

Fünf belgische Unternehmer fordern die Verbraucher auf, belgische Produkte zu kaufen, wenn sie online shoppen. Die Zahl der Verbraucher, die ihre Weihnachtseinkäufe im Internet erledigen, steigt weiter, aber Geschenke werden zunehmend auf ausländischen Websites bestellt. "Diese Einkäufe erzeugen keinen oder nur geringen Mehrwert für die belgische Wirtschaft", so ihr Argument.

Der Aufruf wurde von Wouter Torfs (Schoenen Torfs), Luc Van Mol (ZEB), Bart Claes (JBC), Frans Colruyt (Colruyt) und Grete Remen (Damhert) unterzeichnet.

Den Unternehmensleitern zufolge sind nur vier der zehn meist besuchten Webshops belgische Handelsunternehmen. Ihr Umsatz beläuft sich auf 20 % des Umsatzes der Top 10.

Unter den 100 meist besuchten Webshops betreiben 45 keine stationären Geschäft in Belgien. Der Verkauf wird ausschließlich vom Ausland aus abgewickelt. "Die Bestellungen bei ausländischen Webshops erzeugen keinen oder nur einen sehr geringen Mehrwert für die belgische Wirtschaft: Weder Unternehmenssteuern, noch Beschäftigung unter guten sozialen Bedingungen noch Investitionen in die eigene Wirtschaft", stellen die Unternehmer fest.

Das ist der Grund für ihren Appel, Weihnachtsgeschenke bewusst auf belgischen Websites von belgischen Unternehmen zu kaufen, und zwar zu wettbewerbsfähigen Preisen.

"Wenn Sie bei belgischen Webshops bestellen, tun Sie etwas für ihre unmittelbare Umgebung", betont Wouter Torfs in der Zeitung Het Nieuwsblad: "Sie fördern die Beschäftigung in Belgien und handeln umweltfreundlich. Denn die Pakete müssen nicht aus Deutschland oder den Niederlanden geliefert werden."

Außerdem dürfen belgische Unternehmen sich gerne viel ausdrücklicher zum "'made in Belgium" bekennen. Sie sollten stolz auf ihren belgischen Webshop sein und dies auch ihren Kunden vermitteln.