Vornamen wechseln? Bald am Tag selbst möglich

Wer seinen Vornamen wechseln will, braucht für diese ehemals langwierige Verwaltungsprozedur, bald nur noch einen einzigen Tag. Justizminister Koen Geens (CD&V) hat das Gesetz in diesem Sinne angepasst, melden die Zeitungen De Morgen und Het Laatste Nieuws.

Wer heute seinen Vornamen auf seinem Ausweis und bei der Verwaltung ändern lassen will, muss beim Justizministerium vorstellig werden, sich auf eine Warteliste eintragen und anschließend rund 18 Monate auf die ersehnte, offizielle Änderung warten.

Darüber hinaus kostet die Angelegenheit 490 Euro (49 Euro für Transgender).

Demnächst aber wird die gesamte Prozedur vereinfacht und genügt ein Gang zum Standesamt bei der Gemeindeverwaltung, um mit einem neuen Vornamen im Pass wieder herauszukommen.

Wenn der zuständige Beamte urteilt, dass die Vornamensänderung gerechtfertigt ist und alle Unterlagen in Ordnung  sind, kann die Änderung sogleich vorgenommen werden. Es ist auch Aufgabe der Gemeinden, die Tarife für die Namensänderung festzulegen. Für Transgender bleibt der oben genannte Tarif (10 % des Normaltarifs) gültig.

Änderung des Vornamens: stets häufiger angefragt

2016 haben rund 1.500 Personen eine neuen Vornamen beantragt. Meistens wollten die Menschen einen altmodischen oder lächerlichen Vornamen loswerden oder aufgrund einer Geschlechtsumwandlung ihren Vornamen anpassen. 

Die Anzahl der Bürger, die ihren Vornamen ändern möchten, ist in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Deswegen hat Justizminister Geens das Verfahren beschleunigt. 

Das neue Gesetzesprojekt wird am Freitag im Ministerrat besprochen und soll im Frühjahr 2018 in Kraft treten.