Abgewiesene Sudanesen bei Rückkehr gefoltert

Mehrere abgewiesene sudanesische Asylantragsteller, die von Sicherheitsbeamten aus dem Sudan auf Anfrage des Staatssekretärs für Migration identifiziert worden waren, sind bei ihrer Rückkehr in den Sudan gefoltert worden. Das schreibt die Zeitung Het Laatste Nieuws.

Staatssekretär Theo Francken (N-VA) hatte die sudanesischen Sicherheitskräfte eingeschaltet, um Flüchtlinge ohne Aufenthaltsgenehmigung im Brüsseler Maximilienpark zu identifizieren. Eine Initiative, die auf Kritik gestoßen war.

Dem Tahrir Institute for Middle East Policy zufolge sind mehrere ausgewiesene Sudanesen bei ihrer Rückkehr sofort eingesperrt und misshandelt worden. "Die Menschen fürchten um ihr Leben", sagte Koen Deboeuf vom Institut.

Mehrere Zeugen sagen aus, dass bei den Verhören durch sudanesische Sicherheitsbeamte in Belgien keine belgischen Beamten zugegen waren. Diese Behauptung wird von der Ausländerbehörde zurückgewiesen. Allerdings musste sie eingestehen, dass die belgischen Beamten kein Arabisch sprachen, geschweige denn einen sudanesischen Dialekt.

Francken will untersuchen lassen, ob die abgewiesenen Flüchtlinge bei ihrer Rückkehr in den Sudan gefoltert worden sind. Die internationale Migrationsbehörde, die mit dem Monitoring der Personen beauftragt worden war, meldete, sie habe kein Signal aus dieser Richtung erhalten.