Kinder von IS-Kämpfern dürfen heim

Kinder von IS-Kämpfern, die jünger als zehn Jahre sind, dürfen automatisch nach Belgien heimkehren. Das hat die belgische Regierung entschieden. Wie Justizminister Koen Geens (Foto) bestätigte, handele es sich um insgesamt 87 belgische Kinder und sei es unsere Pflicht, diese wieder aufzunehmen.

Bedingung für das Rückkehrrecht ist aber ein DNA-Test, der ihre Abstammung beweist, sagte der Justizminister der VRT-Nachrichtenredaktion.

Über die Rückkehr von Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren müssen die zuständigen Behörden in jedem einzelnen Fall eine Entscheidung treffen. Ausschlaggebend wird dabei sein, ob diese an Ausbildungen und Kampfhandlungen teilgenommen haben. Etwa 20 Jugendliche sind hiervon betroffen.

OCAD, das Organ für die Bedrohungsanalyse, geht davon aus, dass von den mehr als 400 belgischen Dschihadisten die für IS in Syrien und im Irak kämpften, sich noch immer etwa 140 in der Region aufhalten. Wer von diesen nach Belgien zurückkehren will, muss sich einer gründlichen Identifizierungsprozedur unterziehen. Die Justiz prüft dann, ob sie Straftaten begangen haben. Das gilt auch für Frauen und Kinder.