Ausländische Katholiken in Flanderns Kirchen

Die vielen Einwanderer aus dem Ausland bevölkern stets mehr katholische Kirchen in Belgien. Die gläubigen Katholiken, die in den vergangenen Jahren in unser Land gekommen sind, nutzen die kirchlichen Einrichtungen immer mehr, während immer weniger hiesige Gläubige zur Messe gehen. Die Zahl der ausländischen und fremdsprachigen katholischen Gemeinschaften wächst in Belgien stetig.

Alleine im belgischen Bundesland Flandern stieg die Zahl der ausländischen katholischen Glaubensgemeinschaften seit 2004 um 19 Vereinigungen. Damit sind hier bereits 51 katholische Gemeinschaften mit ausländischem Hintergrund aktiv. Das liegt zum einen an der EU-Erweiterung um vor allem osteuropäische Ländern der letzten Jahre, aber auch an der verstärkten Einwanderung aus Richtung Lateinamerika oder Afrika.

Religion sei einer der Hauptfaktoren, um sich in der eigenen Gemeinschaft zu treffen, so Mark Butaye von Promigrantibus, eine katholische Organisation, die sich an Einwanderer mit gleichem Glauben hierzulande richtet: „Damit ist auch ihre Sichtbarkeit in unseren Kirchen größer geworden, denn Glaubensgenossen auch aus verschiedenen Provinzen treffen sich in einer Kirche. Das liegt an der heutigen Mobilität aber auch daran, dass immer weniger Belgier zur Kirche gehen.“

Interessant dabei ist, dass dieses Phänomen im belgischen Bundesland Wallonien weniger ausgeprägt ist. Dies mag darauf zurückzuführen sein, dass die französische Sprache für viele Einwanderer zugänglicher ist, als Niederländisch. Deshalb fällt es frankophilen Einwanderern leichter, Anschuss in der Pfarre, in der sie leben, zu finden, so Mark Butaye von Promigrantibus.