Mehr Aufgaben für belgische Soldaten im Irak

Auch nach dem Abzug der belgischen Kampfbomber vom Typ F-16 aus dem Irak bleiben Soldaten aus unserem Land dort stationiert. Laut Marinekapitän Carl Gillis, Direktor der Operationen im Ausland der belgischen Armee, ist die Terrororganisation IS zwar weitgehend aus dem Irak vertrieben, aber noch nicht geschlagen.

Die radikal-islamistische Terrororganisation IS mag weitgehend aus dem Irak vertrieben und verdrängt worden sein, doch geschlagen sind die Terroristen noch nicht. Nach Ansicht von Kapitän Gillis, der die Auslandseinsätze der belgischen Armee koordiniert, hat der „Feind“ seine Vorgehensweise geändert: „Er zieht sich in den Untergrund zurück und wird von dort aus Morde begehen und Anschläge verüben. Wir sehen ihn auch in anderen Ländern, wie Afghanistan, Mali und Niger auftauchen.“

Nach Weihnachten kehren die belgischen F-16er nach Belgien zurück, da sie turnusgemäß von Maschinen der niederländischen Luftwaffe ersetzt werden. Die Bodentruppen aus Belgien werden nach Angaben von Kapitän Gillis hingegen Anfang 2018 aufgestockt und zwar von derzeit 50 auf 100 Mann.

Die belgische Armee habe im Irak zwei Aufgaben, so Gillis: „Die erste Aufgabe betrifft einen Kapazitätsaufbau, also das Trainieren von irakischen Sicherheitstruppen. In den letzten Jahren sind 126.000 Leute dort ausgebildet worden. Die zweite Aufgabe ist die Unterstützung von Antiterroreinheiten im Kampf gegen IS.“

Dies berge natürlich auch für die belgischen Soldaten erhebliche mögliche Risiken, doch diese seien gründlich analysiert und auf ein Minimum zurückgedrängt worden, so Gillis. Das alles seien für eine kleine Armee, wie die belgische, keine leichten Aufgaben, doch „dies stößt international auf große Anerkennung. Wir können bestimmte Nischenaufgaben übernehmen, die sehr gefragt sind und das wird von unseren Koalitionspartnern sehr geschätzt.“