Wer leerstehendes Geschäft zur Wohnung umbaut, erhält Steuervorteil

Flanderns Regierung will Menschen dazu bewegen, leerstehende Geschäftsräume zu Privatwohnungen umzubauen oder über den Geschäften Wohnungen einzurichten. Wer das macht, kann schon jetzt mit einer Freistellung der Grundsteuer für drei Jahre rechnen. Doch das System ist zu komplex, daher werden kaum Anträge gestellt. Die flämische Regierung hat nun entschieden, die Bedingungen zu lockern und die Grundsteuer für fünf Jahre zu streichen.

Eines von zehn Geschäften in Flandern steht leer und nach Geschäftsschluß ist die soziale Kontrolle in den Einkaufsstraßen so gut wie nicht vorhanden.

Um dagegen etwas zu unternehmen, will die flämische Regierung nun Menschen animieren, Privatwohnungen über den Geschäfen einzurichten und leerstehende Geschäfte zu Wohnungen umzubauen. Dafür müssen die Besitzer weniger Steuern zahlen.

Der befugte flämische Minister Bart Tommelein sagte in der VRT: "In den Städten und Gemeinden gibt es aus den unterschiedlichsten Gründen viele leerstehende Geschäfte. Die Viertel verkommen. Ziel ist, dass in geschäftsarmen Gebieten mehr Privatwohnungen entstehen und dass in Geschäftszentren auch wieder über den Geschäften gewohnt wird und dass die Räume über den Läden zu städtischem Wohnraum umgebaut werden."