Mehr Benzinautos als Dieselwagen verkauft

Im vergangenen Jahr wurden in Belgien zum ersten Mal seit 20 Jahren mehr Fahrzeuge mit Benzinmotor verkauft, als Autos, die mit Diesel betrieben werden. Dies meldet Febiac, der Dachverband der belgischen Automobilindustrie, die die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd am Donnerstag schreibt.

Von den rund 550.000 Neuwagen, die im vergangenen Jahr in Belgien verkauft wurden, haben 48,2 % einen Dieselmotor und 46,3 % einen Benzinmotor. Mit 4,4 % wird die Zahl der Hybridfahrzeuge angegeben und mit 0,5 % jeweils der Anteil der Fahrzeuge, die mit Erdgas (CNG) oder mit Elektrizität abgetrieben werden.

Offenbar verliert der Dieselmotor hierzulande schnell an Beliebtheit. Vor genau 20 Jahren, im Jahr 1998, übernahmen die Dieselfahrzeuge in unserem Land zum ersten Mal die Überhand bei den Zulassungen und 10 Jahre später, im Jahr 2008, hatte der Dieselmotor in Belgien seinen Höhepunkt erreicht, als vier von fünf Neuwagen einen solchen Antrieb hatten.

Jetzt, 10 Jahre nach diesem Phänomen, wird der Benzinmotor wieder populärer. Die Gründe für diese Entwicklung liegen in Belgien auf der Hand: Erhöhung der Verbrauchersteuern (Akzisen) auf Dieselkraftstoff. Inzwischen liegen die Preise für Diesel und Benzin an den Tankstellen sehr dicht beieinander.

Und nicht zuletzt hat der Dieselskandal auch hier seine Spuren hinterlassen. Eine dritte wichtige Entwicklung ist auch hier, vor allem im belgischen Bundesland Flandern, die Einführung von Umweltzonen in den Zentren der großen Städte (Antwerpen und Gent), wie zum Jahresanfang auch in Brüssel.