"Black Box im Auto? Nur unter einer Bedingung!"

Etwa die Hälfte aller Autofahrer in Belgien hätte kein Problem mit einer im eigenen Wagen eingebauten Black Box, die alle Fahrdaten aufzeichnet. Doch die Automobilisten haben mehrheitlich eine Bedingung. Sie stimmen einer Black Box nur dann zu, wenn ihre Autoversicherung damit günstiger wird. Dies fand der Dachverband des belgischen Versicherungswesens, Assuralia, in einer eigenen Umfrage heraus.
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Der belgische Versicherungs-Verband Assuralia befragte über 1.000 Privatleute und rund 150 Unternehmer in einer eigenen Studie zu ihren Befindlichkeiten in Sachen Versicherung. Dabei gaben nur 23 % der Befragten an, dass ihre Versicherungsprodukte deutlich und einfach zu verstehen seien.

Viel interessanter als die Antworten auf fachbezogene Fragen gegenüber Assuralia ist aber das Resultat zum Thema Black Box, Autoversicherung und Versicherungsbetrug.

„Eine kleine Mehrheit der Autofahrer ist bereit dazu, eine Black Box in sein Auto einzubauen oder mit einer entsprechenden App, die eine direkte Verbindung zum jeweiligen Versicherer herstellt, wenn dies zu Rabatten auf die Versicherungsprämie führt.“, so Philippe Colla von Assuralia gegenüber VRT NWS dazu.

Eigentlich haben die Belgier eher Probleme mit ihrer Privacy, doch in Sachen Fahrweise und eventuell günstigeren Autoversicherungen liegt hier eine auffallende Ausnahme vor.

Auch auf Versicherungsbetrüger sind die belgischen Autofahrer nicht gut zu sprechen. 62 % der Befragten sind der Ansicht, dass sie zu hohe Pämien bezahlen müssen, um die Kosten durch Versicherungsbetrug bei den Versicherungen zu kompensieren.

„Wir gehen seit Jahren davon aus, dass der Kostenrahmen in dieser Hinsicht bei 100 bis 120 € zusätzlich pro Privathaushalt liegt.“, so Philippe Colla.