Mobilität: Brüssels Unternehmer unzufrieden

Noch nie ist die Unternehmerschaft in der Region Brüssel-Hauptstadt so unzufrieden mit der Mobilitätspolitik gewesen. In einer Umfrage der Brüsseler Handelskammer (Beci) sind 87 % der befragten Geschäftsleute der Ansicht, dass sich die allgemeine Verkehrslage in und um Brüssel herum weiter verschlechtert hat.

Nach Meldungen der frankophonen Tageszeitungen La Dernière Heure und La Libre Belgique sowie der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ sind 87 % der 500 von Beci befragten Unternehmer der Ansicht, dass es um den Verkehr in der Hauptstadt noch schlechter bestellt ist, als in den Jahren davor.

Vor einem halben Jahr lag dieser Prozentsatz noch bei 76,6 %. Ein Prozent der Befragten hält die Lage allerdings für besser als früher und 10 % stellen lediglich einen Status Quo fest.

Einen großen Unterschied musste Beci in den vergangenen 6 Monaten auch bezüglich der hier geführten Verkehrspolitik feststellen. Gaben im Juli 2017 noch 57,3 % der befragten Unternehmer an, die Brüsseler Verkehrspolitik sei „total nicht zufriedenstellend“, stieg diese Ansicht jetzt auf 68 %.

Laut der Brüsseler Handelskammer steigt die Unzufriedenheit der Unternehmer in der Hauptstadt in Sachen Verkehr und Mobilität bereits seit vier Jahren kontinuierlich und dieses Thema erweist sich immer mehr als das große Sorgenkind der hiesigen Wirtschaft.

Ischa Lambrechts, Verkehrsberater bei Beci, sagte dazu: „Jedes Mal stieg die Unzufriedenheit um 1 bis 2 %, doch in der letzten Umfrage stieg diese Haltung um 10 % an. Das haben wir noch nie erlebt. Für die Brüsseler Unternehmen ist dies inzwischen das wichtigste Thema.“