Antwerpen: Rekordmenge Kokain beschlagnahmt

In der Provinz Antwerpen sind vergangenes Jahr 39,6 Tonnen Kokain beschlagnahmt worden. Das ist laut Angaben der belgischen Bundespolizei ein Drittel mehr als 2016. Der Schwarzmarktwert der Drogen betrug demnach 10,22 Millionen Euro. Kokain wird hauptsächlich über den Hafen von Antwerpen ins Land geschmuggelt.

Die Drogenschmuggler werden laut Polizeibericht immer einfallsreicher. Kokain in Beuteln oder Sporttaschen gebe es nicht mehr, die Ware sei beispielsweise in Marmelade versteckt oder in Kleidung eingearbeitet. Das liege unter anderem daran, dass der Hafen komplett überwacht werde.

Auch die Drogenmenge pro Ladung ist demnach gestiegen, so die Polizei. Mittlerweile sprechen wir nicht mehr von einigen dutzend oder hundert Kilo, sondern von Tonnen. „Drogenschmuggel ist ein weltweites Problem von Angebot und Nachfrage, unter anderem auch durch ein Mehrangebot aus Afrika“, sagte Hauptkommissar Stanny De Vlieger.

Insgesamt eröffnete die Polizei in Antwerpen 2017 104 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Drogenschmuggel ein, ein Fünftel mehr als 2016, aber etwas weniger als 2015. Es gab insgesamt 135 Festnahmen (2016: 162). Der Wert der beschlagnahmten Drogen stieg von 7,52 Millionen im Jahr 2016 auf 10,22 Millionen.