Da ist sie wieder, die alljährliche Grippewelle…

Mediziner warnen in diesen Tagen wieder vor der Grippewelle, die auch bald über Belgien hereinbrechen könnte. In Großbritannien ist die Rede von der schlimmsten Grippewelle seit 50 Jahren und auch in Teilen von Frankreich ist sie schon angekommen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Belgier erkranken, wenn auch die Warnungen von den britischen Inseln hier nicht so ganz ernst genommen werden.
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Gerade erst sind die Weihnachtsferien zu Ende gegangen und schon droht den Belgien eine neue Grippewelle. Die Kinder können sich in den Krippen, Kindergärten und Schulen anstecken und die Grippe dann daheim ihren Eltern weitergeben. Den Pendlern droht Ansteckungsgefahr in Bussen und Bahnen und den Beschäftigten im Allgemeinen, vor allem dort, wo viele Menschen zusammenkommen.

Ob es in Belgien zu einer Epidemie kommen kann, wird sich nach Ansicht von Medizinern und Virologen erst in etwa zwei Wochen zeigen, wenn die Inkubationszeit nach den ersten Ansteckungen verstrichen ist, so Marc Van Ranst, Virologe an der Freien Universität Brüssel (VUB) gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion. Van Ranst erinnert die Bevölkerung hier in Belgien denn auch daran, sich gegen Grippe impfen zu lassen, denn es kann sein, dass sie für einige wenige Zeitgenossen auch tödlich verlaufen kann.

Dies ist vor allem der Fall bei Personen mit einem schwachen oder geschwächten Immunsystem. Dabei ist eine einfache Grippeinfektion nicht schlimm. Ernster wird es jedoch bei einer Virusgrippe oder bei bakteriellen Ansteckungen. Virologe Van Ranst ist der Ansicht, dass der derzeit vorliegende einfache Vierfach-Wirkstoff bei einer Impfung reichen sollte.

Weniger schützt laut Van Ranst aber bereits nicht mehr vor einer Influenza-B-Erkrankung. Ansonsten gilt der Klassiker „Hände waschen“ und zwar so oft wie möglich und nach jeder Handlung (nach dem Essen, zu Hause nach einem Arbeitstag, nach Kontakten mit anderen Zeitgenossen, nach einem Toilettenbesuch…).