Migranten in Lieferwagen - Fahrer verschwunden

In der Nacht zum Montag konnte die Polizei auf der Autobahn E34 auf Höhe von Lille im Kempenland in der Provinz Antwerpen etwa 30 Migranten in einem Kleinlastwagen aufgreifen. Der Lieferwagen lag derart tief auf dem Boden, dass er einer Polizeistreife aufgefallen war, die den Wagen stoppte. Der Fahrer des Wagens konnte entkommen.

Die Autobahn E34 gehört zu einer beliebten Route für Menschenschmuggler und Menschenhändler. Aus diesem Grunde schauen sich die Polizisten dort auffällige und verdächtige Fahrzeuge sehr genau an.

Dies geschah auch mit dem Lieferwagen, den die Polizei am späten Sonntagabend bei Lille angehalten hatte. Der Wagen war in Richtung Turnhout unterwegs. Der Kleinlastwagen schien überladen zu sein, denn er hing tief auf dem Boden.

Noch während der Fahrt sprachen der Fahrer und der Beifahrer des Lieferwagens heraus und konnten unentdeckt verschwinden. Währenddessen rollte das Auto noch aus und kam nur drei Meter vor einem abschüssigen Straßengraben zum Stehen. In dem Wagen entdeckte die Polizei rund 30 illegale Flüchtlinge, fast alle Iraner, Iraker und Afghanen.

Die Männer reagierten aufgebracht und aggressiv. Die Polizisten sahen sich gezwungen, einen Schuss in die Luft abzugeben, um die Lage zu beruhigen. Nach Angaben der belgischen Bundespolizei werden die Migranten verhört und den Ausländerbehörden überstellt.