Wildschweinjagd in Wallonien verlängert

Im belgischen Bundesland Wallonien ist die Jagd auf Wildschweine um zwei Monate verlängert worden. Normalerweise ist die Jagd auf dieses Wild Ende Dezember auch hier beendet, doch die besonders hohe Zahl an Wildschweinen und die enormen Schäden, die sie anrichten, lassen die zuständigen Behörden umdenken und weiterjagen.

Verschiedenen Quellen zufolge wird die Zahl der Wildschweine in Wallonien auf bis zu 25.000 Tiere geschätzt. In den vergangenen 20 Jahren hat die Anzahl der Wildschweine auf dem Gebiet der Wallonischen Region demnach um das Fünffache zugenommen.

Diese Wildtiere richten jedoch enorme Schäden an und dies nicht nur in der Fortwirtschaft, sondern auch immer mehr in der Landwirtschaft. Viele Bauern forderten von der wallonischen Landesregierung Maßnahmen gegen das Problem und eine dieser Maßnahmen ist eine Verlängerung der Jagdsaison auf Wildschweine, die um zwei Monate bis Ende Februar verlängert wurde.

Eine entsprechende Polemik ging sogar soweit, dass die Bauern den Jägern vorwarfen, ihrer Verpflichtung nicht nachzukommen. Der wallonische Jagdverband reagierte darauf mit einem Verweis auf die inzwischen wohl zu kurze Jagderlaubnis für Wildschweine, aber auch auf neue landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Methoden. Nicht zuletzt würde auch der Klimawandel die Wildschweinplage verschärfen, so die Jäger.

Offenbar begünstigt das wärmere Wetter heutzutage die Fortpflanzung der Wildschweine und dem entsprechend auch die Suche nach mehr Nahrung. Deshalb begeben sich Wildschweine heute mehr in Richtung der menschlichen Zivilisation, sprich in landwirtschaftliche Anbaugebiete oder auch in Gärten oder Sportstätten an den Ortsrändern. Dies ist bei weitem nicht nur in Wallonien der Fall, sondern in ganz Belgien und in vielen weiteren europäischen Ländern.