“Terroristen kontaktieren Irak und Syrien”

Verurteilte Terroristen und radikalisierte Gefängnisinsassen können telefonisch noch immer ihre Familie, das kriminelle Milieu und andere Dschihadisten kontaktieren. Das berichtet die Börsenzeitung ‚De Tijd‘ in ihrer Samstagsausgabe. Sie beruft sich auf irrtümlich freigegebene Polizeiberichte des Justizministeriums.

Demnach wurden in einer Haftanstalt, in der die gefährlichsten Terroristen einsitzen, auch Waffenattrappen gefunden. Die Information stammt vom liberalen Senator Jean-Jacques De Gucht.

Laut De Gucht stellen Handys das größte Sicherheitsrisiko dar. Dem Bericht zufolge wurden Handys bei Terror-Kämpfern gefunden und mit diesen wurde mit den Familien, untereinander oder mit Personen in Syrien und Irak telefoniert. Problematisch ist demnach, dass unsere Haftanstalten noch immer nicht mit Störsendern für Mobilfunk ausgerüstet sind.

Ein weiteres Problem sieht der Parlamentarier in der Tatsache, dass der Justizminister nicht mitteilen kann, wie viele Terrorverdächtige in Belgien eine elektronische Fußfessel tragen. Schuld ist hieran der mangelhafte Informationsaustausch zwischen Bund und Ländern.

Justizminister Koen Geens stellt in einer Reaktion klar, dass in den Abteilungen der Gefängnisse, in denen radikalisierte Häftlinge einsitzen, alles unternommen wird, um die Sicherheit maximal zu gewährleisten. Hermetisch lasse sich aber kein Gefängnis von der Außenwelt abschotten, so der Minister.