"Rückkehr des Wolfes sind gute Neuigkeiten"

Die Sichtung eines Wolfes in Flandern seien zunächst "gute Neuigkeiten und sicherlich kein Grund zur Angst oder Panik", sagt Marie-Laure Vanwanseele von der flämischen Agentur für Naturschutz und Wälder (ANB).

Die ANB wurde zusammen mit dem Institut für Umwelt und Waldstudien (INBO) von der flämischen Umweltministerin, Joke Schauvliege (CD&V), beauftragt, einen Wolfsmanagementplan zu erstellen.

In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass erneut ein Wolf in Flandern gesehen worden sei. Der Wolf war um die Weihnachtszeit über die deutsch-niederländische Grenze aus der Richtung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern gekommen und später aus dem Norden der Niederlande über die niederländisch-belgische Grenze weitergezogen.

Das Tier wurde in Bocholt gesichtet. Dort überquerte es am 2. Januar die Grenze.

Die flämische Umweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) hat ihren Abteilungen den Auftrag erteilt, einen Wolfsmanagementplan auszuarbeiten, das heißt einen Leitfaden mit Maßnahmen für den Umgang mit Wölfen.

An bestimmten Orten hatte man schon seit geraumer Zeit mit der Ankunft des Wolfes gerechnet und sich vorbereitet. "Wir haben beispielsweise schon vor eineinhalb Jahren eine Schadensersatzregelung ausgearbeitet. Es gibt also schon ein Gesetz für den Fall, dass ein Wolf eine Heerde Schafe eines Bauern reißt", erklärt Marie-Laure Vanwanseele.

Doch daneben gibt es noch viel auf dem Gebiet der Sensibilisierung und Kommunikation zu tun. "Wir werden die Urlauber in unseren Wäldern beruhigen müssen", so Vanwanseele weiter. "Die Rückkehr des Wolfes sind zunächst gute Neuigkeiten. Es wäre fatal, wenn der Wolf Angst oder Panik auslösen würde. Die Chance, dass man den Wolf sieht, ist übrigens äußerst gering. Und die Geschichten über Wölfe, die Menschen angreifen, gibt es nur in den Märchen. In Wirklichkeit hat das Tier Angst vor dem Menschen."