Explosion Antwerpen: Opfer sind identifiziert

Bei den beiden Todesopfern bei der Gasexplosion in Antwerpen am Montagabend, bei der drei Häuser einstürzten und 14 weitere Personen zum Teil schwer verletzt wurden, handelt es sich um einen Belgier und um einen Asylsucher aus Afghanistan. Die genauen Umstände des Unglücks werden noch genauer untersucht.

Bei den beiden Opfern, die bei der Katastrophe am Antwerpener Paardenmarkt ums Leben kamen, handelt es sich um einen 39 Jahre alten Belgier, der in einem der drei zerstörten Häuser wohnte und um einen 26 Jahre alten afghanischen Asylsucher, der in einer der betroffenen Wohnungen zu Besuch war.

Die These, dass die Explosion, die am späten Montagabend drei Häuser völlig und mehrere weitere teilweise zerstörte, aufgrund von ausströmendem Gas erfolgte, war bis zum Mittwoch noch nicht offiziell bestätigt, doch die Behörden in Antwerpen ermitteln in diese Richtung.

Schon vor einigen Tagen soll in einem der Gebäude Gasgeruch bemerkt worden sein und in den Stunden vor der Explosion hatten dort wohnende Studenten ebenfalls einen solchen Geruch bemerkt und gemeldet.

Der Hausbesitzer, der sich derzeit in Ägypten aufhält, gab an, die Gasanlage sein vor kurzem erst überprüft worden. In seinem Haus sei alles in Ordnung gewesen. Da sich die Aussagen dazu fundamental unterscheiden, müssen zielgerichtete Untersuchungen die genaue Ursache bestimmen.

Am MIttwochmorgen war die Antwerpener Staatsanwaltschaft mit mehreren Ermittlern vor Ort. Nach deren Untersuchungen kann mit dem endgültigen Abriss der völlig zerstörten Gebäude begonnen werden.

Studenten und Examen betroffen

Derzeit finden an den Hochschulen und an der Universität in Antwerpen Examen und Klausuren statt, doch 13 Studenten haben darum gebeten, ihre Klausur zu verschieben.

Nach der Explosion wurde das den Unfallort umgebene Viertel evakuiert und die Studenten konnten den Abend nicht dazu nutzen, für ihre Prüfungen zu lernen, da sie erst im Laufe des Dienstags wieder in ihre Wohnungen durften.

Die Universität, an der die 13 betroffenen Studenten eingeschrieben sind, prüft den Sachverhalt. Die Uni sorgt auch für Wohnungen für einige Studenten, deren Wohnung bei der Explosion beschädigt wurden.