Messerangriff in Gent war keine terroristisch motivierte Tat

Am gestrigen Dienstagabend hat die Bahnpolizei im belgischen Bahnhof Gent einen mit einem Messer bewaffneten 28-jährigen Afghanen niedergeschossen. Der Mann, der eine gültige Aufenthaltsgenehmigung besitzt, wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Er ist inzwischen außer Lebensgefahr. Die Polizei geht nicht von einer terroristisch motivierten Tat aus. Der Mann sei nicht radikalisiert, habe aber schwere psychische Probleme, heißt es bei der Staatsanwaltschaft von Gent.

Die Staatsanwaltschaft Ostflandern eröffnete ein Ermittlungsverfahren, um die genauen Umstände des Zwischenfalls zu klären. Der Mann sei noch nicht verhört worden. Er ist  noch am Dienstagabend operiert worden.

Laut Staatsanwaltschaft habe die Bahnpolizei zwei Mal geschossen. Dabei sei er einmal getroffen worden. Augenzeugen berichteten, der Mann sei auf die Polizisten losgegangen.

Bei dem Mann handele es sich um einen Afghanen mit gültiger Aufenthaltserlaubnis, ließ die Staatsanwaltschaft auch wissen. Außer dem Messer habe er keine weiteren Waffen bei sich gehabt. Die Staatsanwaltschaft schließt eine terroristisch motivierte Tat vorläufig aus. Der Mann habe aber schwere psychische Probleme, hieß es noch.

Ferner gibt es offenbar keinen Zusammenhang zwischen der Senkung der Terrorwarnstufe von 3 auf 2 und dem unmittelbar darauffolgenden Angriff auf die Bahnpolizisten. Der Genter Bahnhof ist nämlich einer der wenigen großen Bahnhöfe, auf denen nie Soldaten patrouilliert haben. Dort hat sich die Sicherheitslage also nicht mit einem Mal verändert.