Viele Carrefour-Supermärkte heute geschlossen

Zahlreiche Großmärkte des französischen Einzelhandelskonzerns Carrefour in Belgien haben an diesem Freitag geschlossen. Unter ihnen sind vor allem Supermärkte in Brüssel und in Wallonien. Von Seiten der Gewerkschaften heißt es, dass sie nicht zu Protestaktionen aufgerufen hätten, diese aber unterstützten.

Die Streiks bei dem Einzelhandelsgiganten Carrefour breiten sich aus. An diesem Freitag finden vielerorts Personalversammlungen statt und inzwischen ist die Zahl der Hypermärkte, die ihre Türen heute geschlossen halten, auf 24 angestiegen. Das hat die Direktion in einem Schreiben des französischsprachigen Gewerkschaftsbundes CNE bestätigt.

In Flandern bleiben die Aktionen derzeit noch auf den Großmarkt in Genk beschränkt. Diesem droht die Schließung.

Die Aktionen konzentrieren sich derzeit vor allem auf Brüssel und Wallonien. Dort bleiben an diesem Freitag die Türen von 23 Hypermärkten geschlossen, darunter alle fünf Großmärkte in Brüssel und drei 'Carrefour Markets' (in Brüssel, im Hennegau und in Waterloo), bestätigte ein Sprecher.

Nachdem an diesem Freitagmorgen in vielen Niederlassungen Personalversammlungen abgehalten wurden, schließt der französischsprachige Gewerkschaftsbund CNE nicht mehr aus, dass noch mehr Carrefour-Einrichtungen ihre Türen aus Solidarität schließen.

In einigen Carrefour-Niederlassungen ist schon jetzt entschieden worden, auch an diesem Wochenende die Arbeit ruhen zu lassen. Das ist unter anderem der Fall für die Supermärkte in der Gegend um Charleroi.

Die Steiks folgen auf die Ankündigung von Umstrukturierungsplänen der Carrefour-Direktion am gestrigen Donnerstag. Die könnte Folgen für rund 1.233 Angestellte haben. Zwei Großmärkte sollen geschlossen werden: Einer in Genk und einer in Lüttich.

Ähnlich wie der französische Mutterkonzern möchte Carrefour Belgien auf einen Ausbau des Online-Handels, des Bio-Angebots und der Eigenmarken setzen. Carrefour beschäftigt in Belgien etwa 11.500 Menschen und ist eine der größten Supermarktketten des Landes.

Premier Charles Michel und verschiedene Minister der belgischen Regierung wollen sich an diesem Nachmittag mit den Gewerkschaften von Carrefour in Belgien zusammensetzen.