Belgiens Marine wird neue Minensuchboote kaufen

Die belgische Bundesregierung hat beschlossen, dass das Verteidigungsministerium für die Marine sechs neue Minensuchboote anschaffen darf. Die Investition beläuft sich auf rund 1,1 Mia. €. Belgien wird diese Marineschiffe gemeinsam mit den Niederlanden in Auftrag geben, denn unser Nachbarland wird sechs identische Schiffe bestellen.

Die belgische Marine wird über kurz oder lang seine alten Minensuchboote durch neue Schiffe ersetzen. Dabei werden die neuen Schiffe gemeinsam mit den Niederlanden ausgeschrieben, denn auch unser Nachbarland braucht neue Minensucher für die Marine.

Jedes Land gibt sechs Boote in Auftrag und Belgien übernimmt nach gemeinsamer Absprache die Auftragsvergabe. Die neuen Minensucher sollen mit unbemannten Kapseln ausgerüstet werden, mit denen sicherer und schneller nach Seeminen gesucht werden kann.

Belgien verfügt derzeit über acht Minensuchboote mit denen auf der einen Seite die Schifffahrtsrouten vor der eigenen Küste freigehalten werden sollen und die auf der anderen Seite regelmäßig an internationalen NATO-Missionen teilnehmen.Die neuen Schiffe sollen zwischen 2023 und 2030 geliefert werden.

Doch neben den Minensuchbooten braucht die Marine auch dringend neue Fregatten. Auch die beiden vorhandenen Fregatten F930 "Leopold I" und F931 "Louise-Marie" sollen ersetzt werden und auch hier arbeitet die Marine gemeinsam mit den Niederlanden. Unser Nachbarland wird demnach die insgesamt vier neuen Fregatten ausschreiben.

Zwischen der hiesigen Marine und der niederländischen Marine bestehen sehr enge Kontakte. Viele Missionen werden gemeinsam geplant, vor allem die internationalen Aufträge, Kadetten werden gemeinsam ausgebildet und auch ureigene nationale Aufgaben werden gemeinsam mit den Niederländern durchgeführt. Auch bei internationalen Luftwaffeneinsätzen arbeiten beide Länder eng zusammen, z.B. bei den im Irak stationierten F-16-Kampfbombern.