Keine Umweltgenehmigung für Eurostadion

Die heutigen Baupläne für das neue Fußball-Nationalstadion nördich von Brüssel sind abgewiesen worden. Die flämische Umweltministerin Joke Schauvliege weigert sich, die für den Bau und Betrieb des geplanten Stadions notwendige Genehmigung auszustellen.

Das Bauunternehmen Ghelamco will das Eurostadion auf den Heizel-Parkplatz C umziehen lassen. Die Stadt und die Region Brüssel unterstützen die Pläne, doch das Grundstück gehört Flandern. Die Baugenehmigung muss also auch von Flandern erteilt werden. 

Nach einem negativen Gutachten der Behörde hat die zuständige Ministerin Joke Schauvliege nun entschieden, die Genehmigung nicht zu erteilen. Und das aus zwei Gründen wie sie sagt: "Wenn man sich den Antrag ansieht, ist das Projekt doppelt so groß wie das, was auf diesem Platz gebaut werden darf. Laut Vorschrift dürfen dort höchstens  50.000 m² Freizeitanlage stehen. Beantragt wurden jedoch 100.000 m². Das kann unmöglich genehmigt werden."

"Es ist egal, ob dort nun ein Eurostadion oder ein Haus gebaut werden soll. Ich muss mich auf die Angaben des Antrages stützen."

Schauvliege nennt aber noch einen weiteren Grund für die Ablehnung des Antrages: "Was den Verkehr angeht, so lehnt auch das Verkehrsamt ein solches Projekt an dieser Stelle ab. Es gibt nicht genug Garantien dafür, dass der Verkehr um das Stadium fließen wird. Auch die Umweltauswirkungen, die ein solches Projekt hätte, sind für negativ befunden worden", betonte Schauvliege in der VRT.

Ghelamco glaubt weiter an das Projekt

Ghelamco glaubt jedoch weiter an das Eurostadion. Die Baufirma will einen neuen Umweltantrag stellen und ist davon überzeugt, dass das Stadion gebaut wird. "Anderlecht hat sich verpflichtet, in dem Stadion zu spielen und auch die Regierung hat ihr Wort gegeben."

"Für uns ist das Projekt mit dem Entschluss der Ministerin nicht begraben", reagierte Ghelamco-Chef Philip Neyt auf die Ablehnung des Projektes.