Der Januar: Ein dunkler aber warmer Wintermonat

Der gerade zu Ende gegangene erste Monat des Jahres 2018 geht als ein besonders dunkler aber zu warmer Wintermonat in die Geschichte der Wetteraufzeichnungen ein. Hier in Belgien schien die Sonne im Durchschnitt nur während 24 Stunden und 59 Minuten. Das war nur halb so viel Sonne, wie in einem „normalen“ Januar so das Königliche Wetteramt KMI in Ukkel bei Brüssel.

Der letzte ähnlich dunkle Januar wurde 2004 aufgezeichnet. Damals kam die Sonne nur an 33 Stunden und 43 Minuten zum Vorschein. Die knapp 27 Stunden Sonne stellen aber noch keinen Minusrekord dar. Dieser stammt aus dem Jahr 1935, als es noch etwas düsterer in Belgien war.

Eigentlich ist der Januar als zweiter meteorologischer Wintermonat der kälteste Monat des Jahres in unserem Land. Doch auch hier ließ und der Januar 2018 im Stich. Die Durchschnittstemperatur, die das KMI messen konnte, lag bei 6°C. Normalerweise müsste dieser Wert bei rund 3,3°C gelegen haben.

Lediglich an einem einzigen Tag wurde eine Nachtfrosttemperatur von -0,2°C gemessen. Das ist allerdings ein Rekord. Der Januar war auch kein außergewöhnlich nasser Monat, auch wenn so mancher Zeitgenosse hier ein anderes Gefühl hatte.

Beim KMI in Ukkel wurde eine Niederschlagsmenge von 80,8 mm gemessen, was nicht weit vom Durchschnittswert 76,1 mm liegt. Wohl aber gab es im Januar mit 7 Tagen mehr Unwettertage als gewöhnlich. Normal wären 3,1 Unwettertage gewesen, so das KMI.