Google investiert weiter in belgische Niederlassung

Der Internet- und Technologiegigant Google hat am Donnerstag im Beisein von Premierminister Charles Michel (MR) und dem für die Digitale Agenda zuständigen Bundesminister Alexander De Croo (Open VLD) eine neue Solarstromanlage zur Energieversorgung seines Rechenzentrums in Saint-Ghislain bei Mons in der Provinz Hennegau in Betrieb genommen. Google kündigte weitere Investitionen an.

Google kündigte am Donnerstag am Rande der Inbetriebnahme der Solarstromanlage in Saint-Ghislain an, das Rechnungszentrum bald weiter auszubauen. Dazu kündigte der Internetgigant eine Investition von 250 Mio. € am Standort bei Mons in der wallonischen Provinz Hennegau an. Damit bestätigt das US-Unternehmen seinen Glauben in diesen Standort als wichtigen Hub für seine Serverinfrastruktur.

Das Vorhaben von Google, bzw. die geplanten Investitionen sind für Premierminister Michel eine gute Sache. Michel, der gerade von einem offiziellen Besuch in Russland bei Präsident Putin und bei Regierungschef Medwedew zurück ist, beobachtet, dass unser Land für Investoren aus dem Technologiebereich immer attraktiver wird - nicht zuletzt als Jobmaschine.

Belgiens Minister für die Digitale Agenda, Alexander De Croo, begrüßt die Google-Investition auch im Hinblick auf die weitere Digitalisierung des eigenen Landes: „Belgien hat alle Trümpfe in der Hand, um eine digitale Vorreiterrolle in Europa einzunehmen. Damit dies gelingen kann, müssen wir uns weiter für ein Umschalten auf eine digitale Wirtschaft einsetzen. Diese Investition ist ein wichtiger Schritt, unsere Ambitionen wahr zu machen.“

Erneuerbare Energie

Die neue Solarstromanlage, die das Google-Rechenzentrum in Saint-Ghislain mit Energie versorgt, besteht aus 10.500 Sonnenkollektoren, ist etwa 4 ha groß und bietet 2,9 Gigawattstunden an umweltfreundlicher Energie. Der Bau der Anlage kostete rund 3 Mio. €. Zur Kühlung der Anlagen des Rechenzentrums nutzt Google Wasser aus dem nahegelegenen Nimy-Blaton-Péronnes-Kanal. Der Standort Saint-Ghislain von Google ist seit 2007 CO2-neutral und seit dem vergangenen Jahr auch zu 100 % energieneutral. Der gesamte Strom zum Betrieb der Server kommt aus Windkraft oder aus Solarenergie.

Google investierte bereits 2013 rund 300 Mio. € in den Standort und wird mit der aktuellen Investitionsankündigung rund eine Milliarde Euro hier investiert haben. Derzeit arbeiten an diesem Standort rund 350 Mitarbeiter, die in erster Linie Ingenieure mit ICT-Profil sind. Doch auch hier ist es nicht einfach, die geeigneten Leute finden, so ein Google-Sprecher. Man wolle jetzt enger mit dem Bildungswesen zusammenarbeiten, um junge Menschen mit digital-technischem Profil anwerben zu können.