Streik der Gefängniswärter

In den flämischen Gefängnissen streiken zur Zeit 70 Prozent der Gefängniswärter. Die Protestaktion wird noch bis Samstagmorgen sechs Uhr andauern. Die Wärter protestieren gegen den Personalmangel in den Haftanstalten.

In Brügge und Löwen-Zentral haben gar 9 von 10 Wärtern ihre Arbeit niedergelegt. Lediglich im Gefängnis von Ruiselede ist die Belegschaft vollzählig erschienen. Justizminister Koen Geens hat eingeräumt, dass es an Personal fehle, weist aber auch daraufhin, dass bereits Maßnahmen genommen worden seien, um gegen den Personalmangel vorzugehen.

In der VRT sagte er am Morgen: "In der zweiten Hälfte des Jahres ist das zu langsam gegangen. Das habe ich gegenüber den Gewerkschaften auch zugegeben. Doch jetzt haben wir das Budget hierfür. Wir werden so schnell wie möglich aufholen, was wir versäumt haben."

"Ich hoffe, dass wir nächste Woche eine Einigung mit den Gewerkschaften erzielen. Doch wir müssen das abwarten", so Geens noch.

Die Wärter in Belgien sind am gestrigen Donnerstagabend in den Streik getreten. Zunächst legten etwa 30 Prozent der Wärter ihre Arbeit nieder. An diesem Morgen stieg die Zahl auf 70 Prozent an. Der Justizminister habe versprochen 7.075 Sicherhheitskräfte anzustellen. Jetzt wolle er nur noch 6.825. Das sei Wortbruch, heißt es bei den Gefängniswärtern.

In Wallonien streikt heute weniger als die Hälfte des Gefängnispersonals.