Seit 40 Jahren spielen Belgier Lotto

Heute vor 40 Jahren – also am 4. Februar 1978 - beteiligten sich über 280.000 Belgier zum ersten Mal an der Ziehung der Glückszahlen. Seitdem hat das Glücksspiel nichts von seinem Reiz und an Popularität eingebüßt und ist mit neuen Angeboten wie EuroMillions beliebt wie noch nie.

17, 30, 31, 35 und 37: Das waren am ersten Ziehungstag der belgischen Glückspiellotterie die ersten Gewinnzahlen. Gespielt hatten die Teilnehmer für 18,5 Millionen Franken, umgerechnet 462.500 Euro; für heutige Verhältnisse ein recht bescheidener Betrag.

Das belgische Lotto ist eng mit der Geschichte des Landes verbunden. Die Legalisierung des Glücksspiels startete am 18. Oktober 1934 mit der ersten Ziehung der Kolonial-Lotterie für Belgisch-Kongo. Hintergrund waren die finanziellen Engpässe des Staates nach dem Börsencrash in den USA. Die Folgen der Krise waren damals in der belgischen Kolonie Kongo noch tiefgreifender.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Lotterie durch die Winterhilfe ersetz, mit der im besetzten Belgien notleidenden Familien geholfen wurde. Nach dem Krieg lebte die Kolonial-Lotterie wieder auf. Für ein neues Konzept sorgten 1976 die großen Überschwemmungen von Ruisbroek. Per Gesetz wurde damals die Nationallotterie als Abteilung des Finanzministeriums ins Leben gerufen.

Seit 1992 verläuft das Lotto-Spielen in den Zeitungsläden vollautomatisch. Die Nationallotterie bietet auch noch zahlreiche Rubbellose wie Win For Life oder Presto an. Seit 2004 ist EuroMillions ihr neuestes Erfolgsprodukt.

In den vergangenen 15 Jahren machte die Lotterie mehr als 450 Glückliche zu Millionären. 470 weiter gewannen mehr als 500.000 Euro. Der höchste Lottogewinn von insgesamt 11.183.816 Euro war am 5. Juli 2014 für eine Frau.