Pyeongchang: Keine Medaille für Seppe Smits

Snowboarder Seppe Smits hat entgegen allen Erwartungen und Hoffnungen keine Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea erzielt. Der amtierende Slopestyle-Weltmeister kam im Finale nur auf einen wenig schmeichelhaften 10. Rang. Eisschnellläufer Bart Swings hatte einen besseren Olympia-Start und wurde 6. auf der 5.000 m-Distanz. Die für Belgien startenden Biathleten Rösch und Claude haben sich beim 10 km-Sprint für die Verfolgung qualifiziert.
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Das war’s dann mit der großen Medaillenhoffnung für die belgische Delegation in Pyeongchang. Das Olympische Komitee in Brüssel hatte alle Hoffnungen in den jungen Snowboarder gesetzt, doch schon in einer spannenden Qualifikation kam der 26jährige Seppe Smits nur knapp im Finale und zwar als 6. In seiner Serie.

Zunächst sah es im Finale noch gut aus und im ersten der drei Runs zeigte sich Smits als sicher und gut vorbereitet. Doch in der Folge spielte ihm der heftige Wind in Pyeongchang in die Karten und ein Sturz konnte nicht vermieden werden. Im Zuge des zweiten Runs kam Smits auf eine Punktzahl von 69.03 und der 8. Platz war möglich (Ränge unter den ersten 8 bedeuten in Belgien ein „Olympisches Diplom“).

Leider konnte Seppe Smits seine Punktzahl im dritten Run nicht mehr verbessern und strandete bei 66.18. Mit dem Norweger Torgel Bergrem und dem Schweden Niklas Mattsson hatte er zudem heftige Konkurrenten, die ihm den 8. Rang noch streitig machten.

Am Ende kam für den Slopestyle-Weltmeister aus Belgien nur ein 10. Platz raus und damit auch kein „Olympisches Diplom“. Schwer enttäuscht muss Smits sein olympisches Abenteuer im Slopestyle am ersten Wochenende in Pyeongchang beenden.

Bart Swings mit tollem Start

Eisschnellläufer Bart Swings (Foto unten) hatte einen wesentlich besseren Olympia-Start in Südkorea, als Seppe Smits. Er wurde auf den 5.000 Metern 6. Sein Konkurrent war Favorit Lee, ein Südkoreaner mit deutlichem Heimvorteil. Swings wurde 6. mit einer Zeit von 6'14"76 - fast 3 Sekunden langsamer als die Podiumsplätze.

Zufrieden war er dennoch, denn zum einen holte er damit ein belgisches „Olympisches Diplom“ und zum anderen war dies ein gutes Training für die 1.500 m und für den Massenstart, Disziplinen im Eisschnelllauf, auf denen sich der Belgier wohler fühlt. Bart Swings läuft allerdings auch die 10.000 m. Gold auf den 5.000 m holte sich erwartungsgemäß der Niederländer Sven Kramer.

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Rösch und Claude für die Verfolgung qualifiziert

Die beiden für Belgien startenden Biathleten Michael Rösch und Florent Claude haben die 10 km Sprint unter dem olympischen Motto „dabei sein ist alles“ bestritten. Florent Claude, ein für Belgien startender Franzose wurde 55. und der ebenfalls für Belgien startende Deutsche Michael Rösch (Foto unten) wurde 38. Damit haben sich beide Biathleten für die Verfolgung am Montag qualifiziert.

Rösch blieb beim ersten Schießen fehlerfrei und lag auf Platz 14, schoss aber beim zweiten Schießen daneben. Er beendete den 10 km-Sprint mit 1:30.6 Minuten Rückstand auf Platz 38. Claude kam mit drei Schießfehlern auf den 55. Platz mit einem Rückstand von 2:04.9. Die Goldmedaille gewann verdient der Deutsche Arnd Peiffer, der ohne Schießfehler ins Ziel kam.

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