Börsensteuer bringt Belgien fast 290 Mio. € ein

Die Börsensteuer, das ist eine Steuer, die der belgische Staat auf den An- und Verkauf von Aktien und Obligationen erhebt, hat im vergangenen Jahr rund 289,9 Mio. € erbracht. Nach einer Meldung der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd handelt es sich hierbei um die höchsten Einnahmen dieser Art seit dem Jahr 2000.

Die Einnahmen, die die belgische Staatskasse im vergangenen Jahr über die Börsensteuer generieren konnte, sind um 36 % höher als im Jahr 2016. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist, dass unser Land mit 2017 ein gutes Börsenjahr hinter sich hat. Höhere Kurse + mehr Börsenhandel = höhere Einnahmen.

Weitere Gründe für die höheren Erträge aus der Börsensteuer sind die Abschaffung der Spekulationssteuer (eine Steuer von 33 % auf den Mehrwert beim Verkauf von Anteilen, die weniger als 6 Monate im Besitz des Verkäufers waren) und auch die Tatsache, dass seit 2017 auch Transaktionen via ausländische Makler besteuert werden.

Die belgische Bundesregierung hatte zum Jahresbeginn die Börsensteuer auf Aktien von 0,27 % auf 0,35 % angehoben und die auf Obligationen von 0,09 % auf 0,12 %. Die Hoffnung, auch dadurch mehr Einnahmen für den Staatssäckel erreichen zu können, erfüllte sich damit.