Rekordzahl an offenen Stellen in Flandern

Das flämische Arbeitsamt VDAB registrierte im vergangenen Monat 41.303 Stellenangebote. Das ist ein Rekord, seit man hier in Flandern 1999 damit begonnen hat, diese Zahlen statistisch zu erfassen. Auch auf Jahresbasis 2017 stieg die Zahl der offenen Stellen in belgischen Bundesland Flandern erheblich.

Neben den bereits im Angebot stehenden offenen Stellen erreichte das flämische Arbeitsamt im Januar 25.428 zusätzliche Jobangebote. Das entspricht einem Anstieg um 17,6 % gegenüber Januar 2017. Insgesamt registrierte das VDAB im Gesamtjahr 2017 261.913 neue Stellenangebote, was einem Plus von 13,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Februar 2016 bis Januar 2017 entsprach.

Der letzte statistische Höhepunkt in dieser Hinsicht war September 2008. Danach brach die Wirtschafts- und Finanzkrise in ganz Europa aus und die Zahl der Stellenangebote brach ins Bodenlose ein. Damals war die Rede von einem absoluten Minusrekord.

Jetzt, knapp 10 Jahre danach, steigt die Zahl der offenen Stellen in Flandern wieder deutlich an. Vor allem die hiesige Industrie sucht dringend zusätzliche Mitarbeiter aller Ausbildungsniveaus. An der Zahl der Stellenangebote messe sich auch hier das steigende Wirtschaftswachstum fühlbar, so das VDAB.

Negative Entwicklung

Inzwischen zeigt diese Entwicklung aber auch eine negative Seite. Vielen Unternehmen gelingt es nur noch schwerlich, geeignetes Personal zu finden. Laut dem flämischen Arbeitsamt wird sich dieses Problem weiter verschärfen, vor allem im Bereich technische Facharbeiter.

In Flandern hat nach offiziellen Berechnungen derzeit 72 % der aktiven Bevölkerung einen Arbeitsplatz. Das entspricht in etwa dem europäischen Durchschnitt. Das bedeutet noch viel Luft nach oben, denn nicht wenige Arbeitslose sind nicht als Arbeitsuchende eingeschrieben.

Nach Ansicht der Arbeitgeber liegt das daran, dass viele Menschen zu früh ihre aktive Laufbahn beenden können. Daneben dauere es zu lange, bis Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt integriert würden.