Flanderns Behörden nutzen viel weniger Pestizide

Die Städte und Gemeinden sowie die Provinzen im belgischen Bundesland Flandern nutzen immer seltener Pestizide als Unkrautvernichter. Auf beiden Verwaltungsebenen ging diese Nutzung erheblich zurück, wie Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) nach einer schriftlichen Frage im Landesparlament angab.

Im Zeitraum 2010-2016 verringerte sich die Nutzung von Pestiziden durch die Kommunalverwaltungen im Flandern von 9.179 kg auf zuletzt 766 kg. Auch auf Ebene der flämischen Provinzen, die unter anderem Parks, Naherholungsgebiete oder andere Anlagen betreiben und verwalten, ging die Nutzung im gleichen Zeitraum von 150,03 kg auf 59,3 kg zurück.

Eigentlich gilt in Flandern ein Verbot für Pestizide beim Unterhalt von öffentlichen Anlagen seit dem 1. Januar 2015. Doch für die Dauer von drei Jahren können Genehmigungen im Zuge von Umwidmungen oder Neugestaltungen von Grundstücken beantragt werden.

Für den Zeitraum 2015-2018 wurden insgesamt 49 Anträge gestellt, die 85,4 Hektar Land betreffen. Daneben wurden 524 Anträge auf Nutzung von Pestiziden auf herkömmlichen Grundstücken oder auf Gelände beantragt, wo eine Unkrautvernichtung mit umweltfreundlichen Mitteln nicht möglich ist. Wie vielen dieser Anträge stattgegeben wurde, ging aus der Antwort der Umweltministerin auf eine parlamentarische Anfrage nicht hervor.