Olympia-Belgier mit schönen Ergebnissen

Das Belgien nicht unbedingt eine absolute Wintersportnation ist, scheint klar zu sein. Trotzdem erzielen einige hiesige Sportler in Pyeongchang tolle Resultate. Das ist der Fall im Skeleton, im Riesenslalom, im Langlauf und auch im Eiskunstlauf.

Skeletoni Kim Meylemans (Foto oben und unten) zum Beispiel kam in Pyeongchang auf einen 14. Gesamtplatz. Das entspricht zwar nicht unbedingt den vorher gesetzten Erwartungen - beim Weltcup in Königsberg wurde die 5. und sie holte in der jüngeren Vergangenheit einige Top 10-Plätze, doch angesichts der sehr starken Konkurrenz bei den diesjährigen Winterspielen ist dieses Resultat durchaus zufriedenstellend.

Angesichts der Umstände - Trainingsprobleme durch das schlechte Wetter in Südkorea – sei sie sehr zufrieden, so die 21 Jahre alte Sportlerin aus Maaseik in Limburg: „Das war trotzdem eine gute Performance. Ich kann Pjeongchang erhobenen Hauptes verlassen. Das Resultat ist sicher eine Enttäuschung. Aber es gibt so viel, auf das ich stolz sein kann…“ Sie sei eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld es war ihre erste Olympia-Teilnahme. Dass man dabei nicht sofort an der Spitze mitfahre, sei wohl normal, so Meylemans.

Eiskunstläufer Jorik Hendrickx (Foto unten) aus Tournhout in der Provinz Antwerpen ist in der Kür bei Olympia 14. geworden. Mit 248,95 Punkten konnte der 25 Jahre alte Eiskunstläufer nicht wirklich mit der Spitze mithalten, doch er habe zwei gute Läufe absolviert: „Ich habe heute einen kleinen Fehler gemacht, der mich Punkte gekostet hat, aber ich glaube aber, dass das Publikum das nicht einmal bemerkt hat. Egal, ich bin sehr zufrieden.“ Noch immer laboriert der Flame an einer Knöchelverletzung, doch vorerst will er weitermachen, auch wenn die Olympischen Winterspiele in vier Jahren noch nicht unbedingt in seinem Fokus stehen.

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Am Sonntag kam Skiläufer Sam Maes (Foto unten) aus Edegem bei Antwerpen beim Riesenslalom auf den 32. Rang. Mit 8,16 Sekunden Rückstand auf den späteren Olympiasieger Marcel Hirschler aus Österreich hatte er mit der Spitze im Feld nichts zu tun. Der 19jährige Wintersportler gab an, im ersten Lauf zu vorsichtig gewesen zu sein, doch im zweiten Lauf habe er Vollgas gegeben: „Da war ich nur drei Sekunden langsamer als Hirschler!“. So ganz zufrieden war der junge Sportler, einer der Jüngsten im Starterfeld beim Riesenslalom, nicht. Er hatte auf einen Rang unter den besten 30 im Blick. Am Donnerstag tritt er beim Slalom gemeinsam mit seinem in Österreich lebenden Landsmann Kai Alaerts (28) an den Start.

Thierry Langer (Foto unten), der erste deutschsprachige Belgier überhaupt, der bei Olympischen Winterspielen antritt, ist am Freitag beim 15 km-Langlauf-Freistil 66. geworden. Der Olympia-Neuling lief die Distanz in einer Zeit von 37:45 und war damit vier Minuten langsamer als der spätere Goldgewinner Dario Cologna aus der Schweiz. Ein 66. Rang unter 119 Startern sein ein guter Platz so Langer, der zufrieden mit seiner Leistung war.