Theo Francken: “Albanien ist sicher”

Laut Staatsrat gilt Albanien ab nun als sicheres Herkunftsland. Asyl-Staatssekretär Theo Francken teilte am Sonntagmittag mit, der Balkanstaat werde ab sofort der Liste sicherer Herkunftsländer hinzugefügt. Für Asylbewerber aus diesen Ländern gibt es nur in Ausnahmefällen eine Chance auf Bleiberecht in Belgien.

Während der Balkanasylkrise der Jahre 2010 und 2011 beschloss das Parlament, jährlich eine Liste sicherer Herkunftsländer zu veröffentlichen.

Für Asylbewerber aus sicheren Herkunftsländern gilt ein fünfzehntägiges Schnellverfahren. Auf dieser Liste werden neben Albanien unter anderem Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, das Kosovo, Montenegro und Serbien sowie Indien und Georgien vermeldet.

Ein Land gilt dann als sicher, wenn seine Einwohner nicht verfolgt werden wegen ihrer Rasse, ihres Glaubens oder ihrer sexuellen Orientierung und wenn dort keine Folter oder andere inhumane Praktiken angewendet werden.

Gute Neuigkeiten!

„Der Staatsrat hat diese Liste bisher immer bestätigt, machte aber eine Ausnahme für Albanien“, so der N-VA-Staatssekretär Francken. Immer wieder aufs Neue urteilte der Staatsrat, dass Albaner wohl verfolgt würden, weil in dem Land Blutrache (Gjakmarrja) und Ehrenmorde noch immer gang und gäbe sind.

Zum ersten Mal entschied der Staatsrat nun, Albanien sei wohl ein sicheres Herkunftsland und das gelte auch für Georgien. „Gute Neuigkeiten! Zum ersten Mal gibt der Staatsrat uns recht, was die Liste der sicheren Herkunftsländer betrifft“, so Francken.