Hamont-Achel: 100 Gräber auf Friedhof beschädigt

Auf dem Friedhof von Hamont-Achel in der flämischen Provinz Limburg haben Vandalen in der Nacht von Montag auf Dienstag etwa 100 Grabstätten zerstört oder zumindest stark beschädigt. Dabei wurden viele Ornamente beschädigt und manche wurden sogar einfach gestohlen.

„Viele Leute gehen gerade auf den Friedhof, um den Schaden zu bemessen. Auf diesem Wege versuchen sie damit umzugehen. Aber alle finden schrecklich, was hier passiert ist. Wenn man seine Finger schon hier nicht mehr zurückhalten kann, wo soll das dann noch Enden?“, fragte sich Theo Schuurmans (CD&V), der Bürgermeister von Hamont-Achel gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion.

Der oder die Täter sind noch nicht bekannt oder gefasst. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich dabei wohl in erster Linie um Metalldiebe. Das sieht auch der Bürgermeister so: „Wir können daraus ableiten, dass hier hauptsächlich Metall abgebrochen und mitgenommen worden ist. Davon finden wir nichts mehr, also vermuten wir, dass es nur darum gegangen ist.“

Die Gemeinde Hamont-Achel wird den Friedhof noch bis Ende des kommenden Wochenendes so lassen, wie er nach dem Vandalenakt jetzt aussieht. Damit soll allen Bürgern der Stadt die Möglichkeit gegeben werden, den entstandenen Schaden zu bemessen und zu beschließen, was mit den Gräbern danach geschehen soll. Alle Gegenstände, die beim Aufräumen ab dem kommenden Montag aufgesammelt werden, sollen in einem Gemeindesaal aufbewahrt werden, damit Geschädigte sie dort abholen können.