Vier Möglichkeiten, Ihre illegale Waffe zu legalisieren

Wer in Belgien eine Waffe im Haus hat, aber keine Genehmigung hierfür, bekommt ab diesem Donnerstag genau ein Jahr Zeit, um die Waffe registrieren zu lassen. Mit dieser Amnestie-Kampagne hofft Justizminister Koen Geens, eine bessere Übersicht über nicht registrierte Waffen, die in Belgien in Umlauf sind, zu bekommen. Doch die Waffenlobby befürchtet, dass nur wenige Menschen dem Angebot nachkommen werden.

Haben Sie eine nicht registrierte Waffe im Haus? 

Dann bekommen Sie ab heute und noch bis Ende des Jahres 4 Möglichkeiten, um dies nachzuholen: Sie können Ihre Waffe kostenlos bei der Polizei vorbeibringen oder sie dauerhaft unbrauchbar machen lassen. Sie können Ihre Waffen aber auch verkaufen oder einfach eine Genehmigung hierfür einholen.

"Ziel dieser Amnestie-Maßnahme ist, den gesamten Besitz zu legalisieren, so dass so wenig Waffen wie möglich aus früheren Zeiten illegal in Umlauf sind", erklärt Justizminister Koen Geens.

Dem Minister zufolge soll es sich um zehntausende illegale Waffen hierzulande handeln. Doch ist die Waffenlobby überzeugt, dass nur wenige Menschen mit einer nicht registrierten Waffe auf die Maßnahme eingehen werden. Der Grund: Echte Garantien würden nicht gegeben.

"Es werden wohl nicht viele Menschen sein, die Ihre Waffe einfach so abgeben", erklärt Daniël Beets, der Vorsitzende des Waffenverbandes. "Sie bekommen doch gar keine Sicherheit dafür, dass sie die Waffe z.B. der verstorbenen Eltern oder die sie als Geschenk von Freunden oder als Familienerbstück bekommen haben, auch behalten dürfen. Außerdem können Sie nicht sicher sein, dass Sie nicht juristisch belangt werden. Das ist das Hauptproblem."

"Nur Menschen, die nach 2006 eine Waffe bekommen haben, die noch nicht registriert ist und gegen die eine Strafe verhängt oder eine Untersuchung eingeleitet wurde, müssen sich Sorgen machen. Ist das nicht der Fall, können auch sie sich ohne Bedenken registrieren lassen", erklärt Minister Geens auch noch.