Nobelpreisträger ruft Belgien zur Unterzeichnung des Atomwaffenvertrags auf

Der Friedensnobelpreisträger des Jahres 2017, Daniel Högsta und 18 Bürgemeister im Westhoek rufen die belgische Regierung dazu auf, den UN-Atomwaffenvertrag zu unterzeichnen. Sie richten Ihren Appell bei der Friedenswache in Langemark-Poelkapelle an die Regierung. Die Wache steht im Zeichen von "Frieden und Politik".

Daniel Högsta ist der Vertreter von ICAN, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen. 2017 wurde er mit dem Nobelpreis für den Frieden ausgezeichnet als Beleg für die Anstrengungen der Kampagne im Kampf gegen Nuklearwaffen. Högsta setzt sich u.a. für den UN-Atomwaffenvertrag ein. Belgien hat sich bislang geweigert, den Atomwaffenvertrag zu unterzeichnen.

Bei der elften Friedenswache, die an diesem Wochenende in Langemark stattfindet, rufen Högsta und die 18 Bürgermeister die belgische Regierung dazu auf, den UN-Atomwaffenvertrag zu unterzeichnen. Högsta kommt für die Friedenswache extra aus Genf angereist.

Friedenswachen in Langemark-Poelkapelle

Zwischen 2014 und 2018 werden in Langemark-Poelkapelle 12 Friedenswachen abgehalten. Während dieser Wachen wird dem Ersten Weltkrieg gedacht und er wird in ein aktuelles Licht gesetzt. 12 Themen, die zum Frieden beitragen, werden in den Mittelpunkt gestellt. Das Motto der Friedenswache an diesem Wochenende ist: "Ja zu einer Politik, die in den Frieden investiert."

Grund, warum Belgien nicht unterzeichnet hat

Daniel Högsta war die treibende Kraft hinter dem Zustandekommen des UN-Atomwaffenvertrags, der im Juli 2017 von 122 UN-Mitgliedstaaten angenommen wurde. Nahezu alle NATO-Mitglieder (darunter Belgien) und Länder, die selbst über Atomwaffen verfügen, weigerten sich, den Vertrag zu unterstützen. Sie glauben, dass Atomwaffen auch weiterhin notwendig bleiben, damit die Welt sicher sei. Die belgische Regierung unterzeichnete den Vertrag aus Solidarität zur NATO nicht.