Paralympics: Bronze für blinde Belgierin

Die von Geburt an fast völlig blinde belgische Skiläuferin Eléonor Sana (Foto) hat bei den Paralympischen Winterspielen in Pyeongchang die Bronzemedaille in der Abfahrt für Sportlerinnen mit visuellem Handicap geholt. Damit schrieb die 20 Jahre alte Skiläuferin belgische Sportgeschichte. Sie ist die erste Sportlerin unseres Landes, die bei Paralympischen Spielen eine Medaille gewinnen konnte.

Eléonor Sana, die bei ihrer Abfahrt von ihrer Schwester Chloé geführt wurde, nimmt zum ersten Mal an Olympischen Winterspielen teil.

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Doch das Duo kann bereits einige Erfolge aufweisen: Bei den World Paras Alpine Skiing Championships gewannen die beiden letztes Jahr Silber im Super-G und ebenfalls Bronze in der Abfahrt. Sana galt schon im Vorfeld der Spiele in Pyeongchang als belgische Medaillenhoffnung.

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Bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele hatte sie übrigens die belgische Fahne getragen (Foto oben). Sie ist also die erste Frau aus Belgien, die bei Paralympischen Spielen eine Medaille erzielen konnte. Bei den Männern schaffte dies bisher lediglich Willy Mercier, der vor 22 Jahren Bronze im Super-G gewann.

Neben Eléonor Sana gehört auch der 25 Jahre alte halbseitig gelähmte Skifahrer Jasper Balcaen zum Team Belgium in Südkorea. Er tritt in der Kategorie „standing“ an, ist also ein „Steher“ auf Skiern. 2014 wurde er in Sotschi 23. im Riesenslalom und 29. im Slalom.

Team Belgium in Pyeongchang: Jasper Balcaen und Eléonore Sana