Asbest in 69 flämischen Schulen

In 69 von 300 überprüften Schulen in Flandern wurde ein dringendes Asbestproblem festgestellt. Das belegt eine Studie der öffentlichen flämischen Abfallbeseitigungsgesellschaft OVAM, die während der vergangenen Jahre ein Asbestverzeichnis erstellte. Es handelt sich um sehr unterschiedliche Probleme.

In manchen Schulen wurde Asbest im Dach oder in der Fassade festgestellt. Auch im Isolationsmaterial im Heizungskeller wurde Asbest entdeckt. Wenn dieses Material beschädigt wird, kommt Asbeststaub frei und entsteht ein latentes Gesundheitsrisiko für Lehrkräfte und Schüler, das sich erst nach Jahrzehnten bemerkbar machen kann.

Am vergangenen Montag musste das Xaverius-Kolleg im Antwerpener Stadtteil Borgerhout aus genau diesem Grund hochdringend evakuiert werden.

Flanderns Umweltministerin Schauvliege erklärte, alle betroffenen Schulen seien informiert worden und sollten sich anmelden, um die Asbestsanierung zu besprechen. Ein Drittel der Schulen reagierte hierauf bisher nicht.

Die flämische Abfallbeseitigungsgesellschaft OVAM spricht von einem „dringenden Asbestproblem“, warnt aber davor, diese Zahl auf alle 3.600 Schulen in Flandern hochzurechnen. Die überprüften Schulen hatten hierum selbst gebeten und das in den meisten Fällen, weil wegen der veralteten Infrastrukturen sowieso vermutet wurde, es bestehe ein Asbestproblem. Vermutlich ist dies in den Schulneubauten nicht mehr akut.