Riesen-Diamant in Antwerpen verkauft

In Antwerpen ist Anfang der Woche einer der größten jemals entdeckten Diamanten verkauft worden. In einem in der flämischen Diamanten-Metropole organisierten Bieterverfahren wurde der Edelstein aus Lesotho für rund 40 Millionen Dollar (etwa 32 Mio. €) verkauft. Doch nicht alles was in Antwerpen glänzt, ist auch erfolgreich. Gleich mehrere Unternehmen aus dieser Branche drehen der Stadt den Rücken.
AFP
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Einer der größten bisher gefundenen Rohdiamanten ist in Antwerpen für einen Preis von etwa 40 Millionen Dollar verkauft worden. Der 910 Karat schwere Edelstein wurde im Januar in einer Mine in Lesotho entdeckt und jetzt in einem Bieterverfahren in der flämischen Diamanten-Metropole Antwerpen verkauft, wie das Bergbauunternehmen Gem Diamonds am Dienstag mitteilte.

Der Stein sei von außerordentlich hoher Qualität und er soll der fünftgrößte je gefundene Diamant überhaupt sein. Seine Größe liegt nach Angaben von Gem Diamonds etwa zwischen einem Golf- und einem Tennisball. Wer den Riesen-Diamanten allerdings erworben hat, wurde der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt.

Dieser Vorgang brachte Antwerpen noch einmal in die glitzernden Schlagzeilen, doch in der Stadt machen sich Sorgen breit. In der jüngsten Zeit verdichten sich Anzeichen, dass wichtige Mitspieler in dieser Branche der Stadt den Rücken kehren.

Unternehmen aus der Branche verlassen die Stadt

Die Tageszeitung Gazet Van Antwerpen meldete, dass das prestigeträchtige Juwelenhaus Tiffany seine Diamantenschleiferei Laurelton Diamonds in Antwerpen schließt. Das Unternehmen selbst wollte diese Meldung bislang nicht bestätigen, doch die Gewerkschaften ließen wissen, dass eine Entlassung des Personals bevorstehe, denn die dazu notwendigen Schritte seien bereits eingeleitet worden.

Damit würden 30 Personen ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch das südafrikanische Unternehmen Safdico plane, seine Antwerpener Schleiferei GemTech zu verkleinern, hieß es in dieser Woche in den Medien.

Seit sich die belgische All-Finanzgruppe KBC aus diesem Geschäft zurückgezogen hatte und im Zuge dessen ihre „Antwerpse Diamantbank“ in der Pelikaanstraat schloss, haben die Antwerpener Diamantenhändler und -schleifer Probleme damit, ihre Geschäfte zu finanzieren und suchen andere Breitengrade auf.