Brussels Airlines enttäuschte Lufthansa 2017

Die belgische Fluggesellschaft und Lufthansa-Tochter Brussels Airlines hat 2017 einen Nettogewinn von knapp 3,6 Mio. € eingeflogen und über 9 Mio. Flugreisende befördert. Das ist der niedrigste Gewinn seit mehreren Jahren und für die Lufthansa ist ein Gesamtumsatz von 1,3 Mia. € sicherlich kein zufriedenstellendes Resultat.

2015 hatte Brussels Airlines mit einem Gewinn von 41,3 Mio. € zum ersten Mal in seiner Geschichte keine Verluste eingeflogen, doch 2016 ging es wieder bergab. Auch wegen der Terroranschläge auf den Nationalflughafen in Zaventem und auf die Brüsseler Metrostation Maalbeek sank der Gewinn auf 15 Mio. € ab. Im vergangenen Jahr sanken die Gewinne weiter auf nur noch 3,6 Mio. €.

Hohe Investitionen, wie die Übernahme von Thomas Cook und die starke Konkurrenz von Billigfluglinien machten Brussels Airlines das Leben schwer. Daneben wurden neue Flugziele ins Programm aufgenommen und zwar in Richtung Mumbai und Toronto, die sich auch erst einmal am Markt durchsetzen müssen.

Lufthansa- und damit auch BA-Chef Carsten Spohr kann damit nicht wirklich zufrieden sein, auch wenn er dies nicht mit Worten ausdrückte. Er versicherte aber, dass man weiter an der Integrierung von Brussels Airlines in die Lowcost-Tochter Eurowings arbeite. Dies sei derzeit dringend notwendig, da man auf den europäischen Kurzstrecken noch nicht rentabel sei. Mehr sagte er zu Brussels Airlines und dem europäischen Flugnetz vielsagend nicht.

Lobende Worte hatte Spohr für das Afrika-Netz von Brussels Airlines. Hier stieg die Zahl der Fluggäste im vergangenen Jahr zum ersten Mal auf über eine Million Reisende. Die Auslastung der Maschinen lag dabei durchschnittlich bei 87 %. Dies, so Spohr, „ist ein interessanter Trumpf.“