Nutzung sozialer Medien erst ab 13 Jahren

Die belgische Bundesregierung hat einem Gesetzesvorschlag von Philippe De Backer (Open VLD), Staatssekretär für Privatschutz, zugestimmt, nach dem die Nutzer von sozialen Medien in unserem Land mindestens 13 Jahre alt sein müssen. Die Europäische Union verpflichtete ihre Mitgliedsländer dazu, hier selbst ein Mindestalter festzulegen. In Belgien liegt dieses Alter jetzt bei 13.

Nach Ansicht der EU soll das Mindestalter für die Nutzung von sozialen Medien irgendwo zwischen 13 und 16 Jahren liegen. Jedem EU-Mitgliedsland wurde selbst überlassen, aus dieser Altersspanne ein Alter festzulegen. Die belgische Bundesregierung legte sich jetzt auf den Vorschlag von Staatssekretär De Backer fest, der sich nach Beratung mit Belgiens Kinderrechtskommissar Bruno Vanobbergen für ein Mindestalter von 13 Jahren entschieden hatte.

Dieses Alter ist das Mindestalter das die EU in die Waagschale legte. Staatssekretär De Backer verteidigte diese Entscheidung: „Wir dürfen nicht blind sein. Wir sehen derzeit, dass viele Jugendliche über ihr Alter lügen, um doch Zugang zu den sozialen Netzwerken zu bekommen.“ Der Staatssekretär will aber dafür sorgen, dass die Jugendlichen in den Schulen Kurse zum Umgang mit den sozialen Medien und dem Privatschutz erhalten.

Allen Beteiligten ist allerdings klar, dass man unmöglich alle Jugendlichen, die in den sozialen Medien unterwegs sind, kontrollieren kann, um nachzusehen, wie alt sie sind. Hier sind die Anbieter und die Provider in der Pflicht. Sie müssen kontrollieren, wer so alles bei ihnen angemeldet ist. Der belgische Staat werde auf keinen Fall Jugendliche oder deren Eltern belangen, wenn herauskommt, dass zu junge Kinder einen Account haben oder sonst wie im Netz unterwegs sind, so Staatssekretär De Backer.