Die Belgier geben weniger in der Gastronomie aus

Unsere Landsleute gehen seltener „auf ein Bierchen“ in die Kneipe und wenn sie dort sind, bestellen sie in letzter Zeit häufiger eher ein Spezialbier. Laut einer Erhebung des Verbandes der belgischen Getränkehändler (FeBeD) ist der Gesamtumsatz bei Bier, Wasser und anderen Softdrinks um 2,1 % gesunken. Nur Champagner trinken die Belgier wieder mehr.
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Der Verband der Getränkehändler wollte von den Großhändlern in diesem Sektor wissen, wie hoch das Volumen ist, dass sie an Bier und alkoholfreien Getränken an die Gastronomie liefern. Rund 14.000 Gastronomie-Betriebe, wie Kneipen, Cafés, Bistrots oder Restaurants gehören dazu, dass entspricht etwa der Hälfte aller Unternehmen in diesem Bereich in Belgien.

Nach wie vor bleibt Bier das beliebtes Getränk in der hiesigen Gastronomie. Insgesamt entfallen 32 % der Bestellungen auf Pils und 20 % auf Spezialbiere. 26 % der Kunden bestellen Wasser und 19 % ein anderes Erfrischungsgetränk, wie Limonade oder Cola.

Die Umfrage von FeDeB unterstrich jetzt, was eine ähnliche Erhebung in diesem Zusammenhang bereits beim Bundeswirtschaftsministerium ergeben hat: Die Belgier konsumieren in Gaststätten weniger als früher, was für den Getränkehandel und auch für die Gastronomie keine gute Nachricht darstellt.

Aber, einige Getränkearten steigen in ihrer Beliebtheit, wie die vielen Spezialbiere im Land: Pilsbier: -3,8 , Spezialbiere: +4,9 %, alkoholfreie Biere: +43,8 %, Softdrinks: -3,9 %, Wasser: -1,2 % und aromatisierte Wasser: +4 %.

Weniger Bier, aber mehr Champagner

Im Bierland Belgien wird allerdings immer mehr Champagner getrunken - sei es auch eher privat, als in der Kneipe oder im Restaurant. Im vergangenen Jahr wurden über 9 Millionen Flaschen Champagner nach Belgien importiert. Das entspricht einem Anstieg um 8,9 %.

Unser Land steht in dieser Hinsicht weltweit auf dem 6. Rang hinter den USA, Großbritannien, Japan, Deutschland und Italien. Dies sind aber nur die offiziellen Importzahlen. Grenzgänger und Urlauber bringen selbst wahrscheinlich noch einmal weitere rund 2 Millionen Champagner-Flaschen mit in die belgische Heimat.