Luftverschmutzung: Doppelklage gegen Flandern

Greenpeace und Bürgerinitiativen aus Antwerpen wollen die flämischen Behörden vor Gericht laden, weil diese zu wenig gegen die Luftverschmutzung unternehmen.

Greenpeace hatte Flandern und die Wallonië bereits wegen fehlender Luftqualitätsmesssysteme verklagt.

Jetzt reicht die Umweltschutzorganisation eine weitere Klage ein, weil beide Regierungen sich hartnäckig weigern, das Luftverschmutzungsproblem ernst zu nehmen. Die Wallonie habe noch stets zu viele Messstationen außerhalb der Städte und Flandern keinen Luftqualitätsplan auf seinem Grundgebiet.

EU-Stickstoffdioxid-Norm erst gegen 2030?

Greenpeace fordert von der Langesregierung Maßnahmen, damit Flandern nicht länger gegen die europäische Stickstoffdioxidnorm verstößt. Stickstoffdioxid wird insbesondere von Dieselfahrzeugen verursacht und schadet der Umwelt und Gesundheit.
Für Antwerpen wurde bereits ein Luftsanierungsplan erlassen, weil in der Hafenstadt hohe Stickstoffoxidemissionen gemessen worden waren. Bürgerinitiativen wie Ademloos und Straten-Generaal wollen den Plan jedoch anfechten, da dieser nicht ehrgeizig genug sei.

Die flämische Regierung hatte eine Studie beim flämischen Technologieinstitut VITO bestellt. „Aber die Empfehlungen des Instituts seien nicht in den Plan geflossen. Darüber hinaus soll die europäische Norm erst 2030 in Flandern gelten, obwohl die Höchstgrenze bereits 2010 hätte erreicht werden sollen“, so  die Kritik von Thomas Goorden von Straten-Generaal.