Volvo Cars Gent baut chinesische Autos

Ab 2019 baut Volvo Cars in Gent Autos für die chinesische Marke Lynk & Co. Die Produktion wird sich positiv auf Beschäftigung und Produktionsvolumen auswirken. Zurzeit beschäftigt das Automobilwerk 5000 Menschen.

Lynk & Co ist eine Automarke aus China, die 2015 von der Zhejiang Geely Holding auf den Markt gebracht wurde.

Weil die chinesische Unternehmensleitung auch einen Markt in Europa sieht, wird das Modell ab nächstem Jahr bei Volvo Cars in Gent und auf demselben Montagesystem wie die Volvo-Modelle gebaut.

"Diese Organisation wird sich positiv auf das Kostenniveau, die Beschäftigung und Produktionsvolumen in Gent auswirken, heißt es bei Volvo Cars - eines der modernsten und effizientesten Automobilwerke der Welt.

Neue chinesische Automarke

Der Lynk & Co geht aus der Zusammenarbeit zwischen Volvo und dem chinesischen Geely hervor, das Volvo vor ein paar Jahren übernommen hat.

In gewisser Weise ist die neue Automarke auch das Geisteskind des belgischen Automobilveteranen Alain Visser, der 2015 von Volvo  nach Geely wechselte.

Die neue Link & Co richtet sich als Marke verstärkt an junge Autofahrer. Das Fahrzeug wird kein eigenes Händlernetz haben, sondern online verkauft werden. Wartung und Reparaturen werden in den Volvo-Werkstätten ausgeführt.

"01" ein kompakter SUV

Der Lynk & Co soll in maximal acht  Ausführungen erscheinen und ausschließlich mit einem hybriden oder elektrischen Motor fahren.

Es ist nicht der erste chinesische Wagen, der in Europa auf den Markt kommt, wohl aber der erste, der in Europa montiert wird. 10 Jahre nach dem Jiangling Landwind (ein Geländewagen des Typs Opel Frontera, der beimCrashtest wie eine Papierschachtel zusammenklappte) soll der Lynk & Co jetzt beweisen, wie viel die Chinesen über den Automobilbau hinzugelernt haben.

150.000 Lynk & Co pro Jahr für Europa

Die Modelle der neuen chinesischen Automarke können nur in Gent und in China hergestellt werden. Der Hauptanteil soll in Gent vom Band rollen.

Passend zum jungen Image der Marke soll auch der Preis stimmen: Der "01" soll ein Drittel preiswerter sein als beispielsweise ein Volkswagen Tiguan.