Prinz Laurent bekommt 15% weniger Geld

Prinz Laurent verliert dieses Jahr 15 Prozent seiner Dotation. Es ist eine einmalige Kürzung und Sanktion gegen den Prinzen wegen unangebrachten Verhaltens. Laurent hatte uniformiert und ohne Zustimmung der Regierung eine Feier in der chinesischen Botschaft besucht. Das Plenum hat diese Strafmaßnahme nun in der Nacht zum Freitag in einer geheimen Abstimmung beschlossen. Zuvor hatte der Prinz noch einen Brief an die Kammer gesandt, indem er um Verrständnis für sein Verhalten bat.

Vergangenen Sommer war Prinz Laurent in einer Armeeuniform auf einem Empfang der chinesischen Botschaft zu sehen. Der Regierung zufolge hatte der Prinz hierfür keine Zustimmung eingeholt. Die sei aber notwendig. Da es nicht das erste Mal war, dass Laurent einen "faux pas" beging, wurde entschieden, ihm eine Sanktion aufzuerlegen: Demnach muss der Bruder des Königs für das laufende Jahr auf 15 Prozent seiner staatlichen Dotation verzichten. Das entspricht rund 46.000 Euro.

Der Prinz hatte sich gegen diesen Entschluss gewehrt und sein Anwalt hatte ihn letzte Woche in der Kammer verteidigt. Er sprach von einer Sanktion, die unverhältnismäßig sei. Doch der Anwalt hatte keinen Erfolg. Der zuständige Ausschuß stimmte für eine einmalige Sanktion.

Am gestrigen Donnerstagabend durfte sich dann das vollzählige Parlament über die Dotation beugen. 93 Parlamentarier stimmten für und 23 gegen die einmalige Beschneidung der Dotation. 10 Parlamentarier enthielten sich. Das Parlament folgt damit dem Votum des zuständigen Ausschusses. Die Abstimmung war geheim.

Kurz vor der Abstimmung hatte der Prinz noch einen emotionalen Brief ans Parlament gesandt. Der Brief wurde vor der Abstimmung in der Kammer vorgelesen. In dem Brief kritisiert der Prinz die Art und Weise, wie er sein Leben als Prinz zu gestalten habe - ein Leben, das ihm durch seine Familie und den Staat aufgedrängt worden sei und die Einschränkungen, die damit einhergingen.