Flanderns Gemeinden erhalten Asbest-Hilfe

Die flämische Landesregierung macht 9 Mio. € für die Kommunen frei, damit diese Asbest aus öffentlichen Gebäuden, wie Schulen oder Sporthallen entfernen können. In vielen kommunalen Gebäuden ist noch Asbest vorhanden. Auch wenn nicht überall akute Gesundheitsgefahr besteht, sollte dieser für die Atemwege gefährliche Isolierstoff auf Dauer doch beseitigt werden. Das allerdings kostet Geld.

Noch immer ist der als krebserregend geltende umstrittene Isolierstoff Asbest auch in vielen öffentlichen Gebäuden in Flandern zu finden - oft auch in kommunalen Einrichtungen.

Das können zum Beispiel Sporthallen sein, Lagerhallen oder auch Schulen. Oftmals handelt es sich dabei lediglich um Dächer in Wellenform. Manchmal aber befindet sich Asbest auch als Isoliermittel hinter Wandvertäfelungen.

Meist ist Asbest in gebundener Form vorhanden, was für die Gesundheit ungefährlich ist. Doch einatmen sollte man Asbeststaub nicht. Deshalb müssen Spezialfirmen Asbest entfernen, auch wenn es sich dabei „nur“ um Baumaterial handelt.

Das kostet viel Geld und ist manchen Gemeinden zu teuer. Deshalb macht die flämische Landesregierung für das laufende Jahr eine einmalig abzurufende Summe von 9 Mio. € frei, über die Städte und Gemeinden Asbestentfernung finanzieren können.

Das Land macht diese Mittel frei, weil es die bisherigen Anstrengungen der Kommunen, Asbest endgültig zu entfernen, damit honorieren will. Landesumweltministerin Joke Schauvliege (CD&V) fordert allerdings, dass es noch dieses Jahr zu einem umfassenden Plan zur Asbestentfernung auf kommunaler Ebene kommen muss.

Der flämische Verband der Städte und Gemeinden hält dies für einen positiven Schritt in die richtige Richtung, mahnt jedoch an, dass es dabei nicht bleiben dürfe und fordert mehr Maßnahmen vom Land in dieser Hinsicht.