Verlängerung für privat bewachte Rastplätze

Seit fast zwei Monaten werden entlang einiger Autobahnen in Belgien insgesamt fünf LKW-Park- und Rastplätze ständig von privaten Sicherheitsfirmen bewacht. An insgesamt 21 solcher Rastplätze führten private Wachleute regelmäßig weitere Kontrollen durch. Die belgische Bundesregierung hat in Absprache mit den Regionen beschlossen, diesen Auftrag bis auf weiteres zu verlängern, um so gegen Transmigranten und Menschenschmuggler vorzugehen.

Seit Beginn dieser Art der Bewachung und der Kontrolle wurden fast 600 Transmigranten von privaten Wachleuten gestellt. Sie wurden dabei erwischt, wie sie versuchten, auf Lastwagen zu klettern, um auf deren Ladeflächen nach Großbritannien zu gelangen. Dass immer mehr dieser Transmigranten auf belgischem Grundgebiet erwischt werden, löst aber das Gesamtproblem nicht.

Ein Sprecher des belgischen Innenministeriums sagte dazu, dass man heute nur wisse, wann man wo zugreifen müsse. Verhaften dürfen die privaten Sicherheitsbeamten laut belgischem Gesetz übrigens niemanden. Sie rufen im Falle des Falles die Polizei hinzu.

Langfristig soll die private Kontrolle von Park- und Rastplätzen in den Provinzen Ost- und Westflandern allerdings beendet werden und einer besseren Infrastruktur rund um die Anlagen weichen. Dazu wurden und werden über 2 Mio. € aus der flämischen Landeskasse investiert.

Inzwischen werden auch neuralgische Punkte in Flämisch-Brabant mit in die Planungen einbezogen, denn die Menschenschmuggler verlagern ihre Aktivitäten so langsam ins Landesinnere zurück, wie die Behörden in letzter Zeit feststellen müssen.