Wie will Facebook die Wahlen 2018 schützen?

2018 ist für das soziale Netzwerk Facebook ein wichtiges Jahr, weil an verschiedenen Orten weltweit Wahlen stattfinden werden. Dann erhält Facebook die Gelegenheit, das durch den Datenskandal verlorene Image des Unternehmens wieder aufzupolieren, indem es erneut Vertrauen bei den Nutzern aufbaut. In Belgien sind Kommunalwahlen. Doch auch in anderen Ländern, zum Beispiel Indien, Mexiko und in den Vereinigten Staaten gehen die Menschen zu den Wahllokalen. "Es wird ein wichtiges Jahr für uns, in dem wir helfen können, die Integrität dieser Wahlen zu schützen", sagte Zuckerberg in einer Telefon-Konferenz mit mehreren Journalisten weltweit, darunter einem VRT-Journalisten.
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Der Facebook-Chef unterscheidet drei verschiedene Gruppen von Akteuren, die die Wahlen mit "Fake news" beeinflussen könnten: Betrüger, Regierungen und Polarisierungen. Die erste Gruppe mache dies aus rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten, um möglichst viel Gewinn daraus zu ziehen. Sie kreierten "Fake news", um Werbung verkaufen zu können, so Zuckerberg. "Wenn wir für sie das Ganze nicht mehr gewinnbringend machen können, können wir sie aus Facebook vertreiben."

Die zweite Gruppe seien, laut Unternehmensgründer und Vorstandschef Mark Zuckerberg, die Regierungen, die versuchten, die Wahlen zu beeinflussen. "Das ist, was Russland mit den amerikanischen Präsidentschaftswahlen gemacht hat", so Zuckerberg weiter. "Hier ist es unsere Aufgabe, die schlechten Akteure zu identifizieren und aus Facebook zu entfernen."

Am schwierigsten wird es bei der dritten Gruppe. "Auf Facebook findet jede Menge Polarisierung statt", erklärte Zuckerberg in der Telefon-Konferenz mit den Journalisten. "Es werden Nachrichten geteilt, die nicht komplett falsch sind, aber die zum Beispiel nur eine Seite der Geschichte zeigen", sagte Zuckerberg. "Hier setzen wir auf 'Fakten-Checker' und auf die Förderung von gutem Journalismus."